Über uns

Förderverein - Satzung

Schulprogramm des Pestalozzi – Gymnasiums Guben


Ausgangsposition der Schule
Schulprofil und Standortbedingungen

Der Landkreis Spree-Neiße ist Träger des Pestalozzi-Gymnasiums in Guben. Seit 2001 wurde am Pestalozzi-Gymnasium je eine Leistungsprofilklasse (LPK) eingerichtet. Dieser Schulversuch läuft 2011 aus.
Das Pestalozzi – Gymnasium ist
- eine Schule mit anerkanntem Deutsch – Polnischen Schulprojekt und
- Schule ohne Rassismus Schule mit Courage (SOR).
Die Schule liegt in keinem sozialen Brennpunkt. Das Einzugsgebiet ist kleinstädtisch mit wenig Industrie. Aus den Grundschulen der Stadt Guben sowie den Grundschulen in Grano, Groß Gastrose, Jänschwalde und Peitz werden Schülerinnen und Schüler aufgenommen, so dass etwa ein Drittel der Schülerschaft auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist. Einige dieser Schülerinnen und Schüler benötigen für ihren Schulweg bis zu 60 Minuten; eine Bushaltestelle befindet sich direkt vor der Schule.
Der Standort der Schule ist für die nächsten fünf Jahre als gesichert.
Eine Konkurrenzsituation zu anderen Schulen ist durch das private Gymnasium im Stift Neuzelle gegeben.
Weitere Standortbedingungen werden nachfolgend aufgeführt:

Allgemeine Aspekte Konkrete Bedingungen der Schule
Schulgebäude

Das Schulgebäude wurde 1902 erbaut. Eine grundlegende Rekonstruktion wurde 2000 durchgeführt. Der allgemeine Zustand wird von allen Personengruppen als modern und sauber eingeschätzt.
Schulhof, Außenanlagen
Der Schulhof verbindet das Hauptgebäude mit den Turnhallen, Sportanlagen, dem Kunsttrakt und der Cafeteria.
Bewegungsmöglichkeiten sind in geringem Umfang gegeben. Eingangsbereich der Schule Der Besucher wird im Eingangsbereich durch zwei Büsten von Goethe und Schiller begrüßt.
Im ersten sich anschließenden Flur finden sich zahlreiche Informationen zum Schulleben.
Fachräume
Das Gymnasium verfügt über moderne Fachräume für den mathematisch - naturwissenschaftlichen, gesellschaftswissenschaftlichen und sprachlich-künstlerischen Bereich.
Die Ausstattung der Räume ist modern und funktional.
Medieninseln/Computerraum
Zwei moderne Computerkabinette sind vorhanden.
Ein mobiler Laptopwagen (mit 24Laptops, einem Beamer und einem Drucker) ergänzt die Ausstattung, um eine bessere Nutzung der medialen Technik zu ermöglichen.
In jedem Raum befinden sich IT - Anschlüsse, um die Computernutzung entsprechend zu gewährleisten. Mobile Laptops und Beamer werden von Schüler/innen und Lehrer/innen für den Unterricht genutzt.
Die durchschnittliche Anzahl von Schüler/innen pro Computer (mit Internetzugang) liegt bei acht.
Möglichkeiten für Differenzierung
Für die Schüler/innen stehen in den Freistunden und Pausen Räumlichkeiten für die Erarbeitung von Hausaufgaben oder zur Erholung zur Verfügung.
Sie nutzen den Teekeller, die Bibliothek oder die Cafeteria zum Verweilen.
Aula/Veranstaltungsraum
Eine Aula ist mit 200 Sitzplätzen vorhanden und wird für Veranstaltungen genutzt, z. B. Konferenzen, Einschulungsfeiern, Kinder-Abi, Klausuren, Konzerte und Schulentlassungsfeiern.
Das Leitbild der Schule – Lernen mit Kopf, Herz und Hand wird in Form einer Uhr symbolisiert.
Lehrerzimmer
Neben einem großen Lehrerzimmer können die Lehrer/innen ein separates Arbeitszimmer nutzen – zwei Computer mit Zugang zum Schulnetz und Internet sind vorhanden.
Schulleitungsbereich mit Sekretariat
Sehr ansprechend gestaltete und technisch gut ausgerüstete Räume stehen jedem Schulleitungsmitglied und der Schulsachbearbeiterin zur Verfügung.
Sanitäre Einrichtungen
Im Keller, in der 2. und 3. Etage sind ausreichend moderne und saubere Toiletten vorhanden.
Turnhallen
Das Gymnasium nutzt die zwei auf dem Schulgelände befindlichen Hallen, die sich in einem sehr guten und modernen Zustand befinden.
Außensportanlagen
Eine Kleinsportanlage befindet sich direkt auf dem Schulhof. Außerdem wird ein Vereinssportplatz in der Nähe der Schule genutzt.
Schülerversorgung
Die Schülerversorgung wird durch die Cafeteria gewährleistet. Im Keller befinden sich diverse Automaten.

Schülerinnen und Schüler
Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Schülerzahl am Pestalozzi-Gymnasium deutlich gesunken – gegenüber dem Schuljahr 2006/07 um ca. 25%. Die Schülerinnen und Schüler lernen in der Sekundarstufe I in insgesamt 11 Klassen, deren Schülerfrequenz zwischen 19 und 28 schwankt. In den Jahrgangsstufen 10 und 11 sind 30 polnische Schülerinnen und Schüler integriert. In der GOST lernen 150 Schüler/innen.

Lehrkräfte:
36 Lehrer/innen gehören fest zum Schulteam, weitere Lehrkräfte aus anderen Schulen arbeiten als Gastlehrer/innen im Pestalozzi – Gymnasium.

Anderes Schulpersonal:
Sozialmamagerin: 1
Schulsachbearbeiterin: 1
Hausmeister: 1
Sonstige Mitarbeiter/innen: 1

Qualitative Aussagen zu Stärken und Schwächen der bisherigen Schulentwicklung
Grundlagen hierfür bilden
a) die Auswertung von Fragebögen aus dem Jahre 2007, die alle Lehrer, Schüler und Eltern ausgefüllt haben und
b) der Visitationsbericht vom Dezember 2008.

Zu a) Auswertungsergebnisse der Fragebögen
Unterricht

Stärken
✧stark auf Stoffvermittlung und Leistung ausgerichtet,
✧Lehrer bemüht, fachliches Niveau zu halten, verlangen exaktes Arbeiten,
✧Anforderungen entsprechen in meisten Fächern den Erwartungen der Schüler und Eltern,
✧Erziehung zu gegenseitiger Toleranz hat hohen Stellenwert,
✧Förderung der Kreativität hat hohen Stellenwert,
✧Orientierung an gemeinsamen Zielen und Förderung der Selbstständigkeit der Schüler/innen,
✧Wie viel Wert auf die folgenden Dinge gelegt wird, schätzen Schüler als „genau richtig“ ein:
Allgemeinwissen, Fachwissen, Rechtschreibkenntnisse, Disziplin, kritisches Denken, vernünftiger Umgang miteinander, Teamfähigkeit, Toleranz, Höflichkeit und gute Umgangsformen, Elternbeteiligung.

Schwächen
✧Starke und schwache Schüler werden nicht hinreichend gefördert.
✧Der Unterricht ist zu wenig auf Persönlichkeitsbildung ausgerichtet.
✧Die Schüler arbeiten zu oft jeder für sich an gleichen Aufgaben und diskutieren zu wenig miteinander.
✧Es wird zu wenig die Fähigkeit entwickelt, Probleme zu erkennen und eigene Lösungswege zu erarbeiten.
✧In den Fremdsprachen sind die Anforderungen recht hoch.
✧Es wird zu wenig fächerübergreifend gearbeitet.
✧Wir (Lehrer und Eltern) fördern zu wenig Originalität, Selbstdisziplin und Durchhaltevermögen der Schüler.
✧Die Studien- und Berufsorientierung wird durch die Schule zu wenig thematisiert.

Schule als Organisation und Schulklima
Unsere Schule ist
✧reich an kulturellen und sportlichen Veranstaltungen, z. B.
- Schultheaterfahrten, - Jugend trainiert für Olympia,
- Klassenfahrten/Exkursionen,- AG Volleyball,
- Kursfahrten Sek. II,- AG Handball,
- Sprachreisen, - AG Basketball,
- Konzerte, - AG Fußball,
- Springbreak, - AG Schach,
- Theaterprojekte - Paddeltouren mit polnischen Schülern,

✧hat weitere Freizeitangebote, z. B.
- Bibliothek,
- Medienkabinette,
- Schülerzeitung „Pennefieber“,
- Schulclub „Penneclub“ und
- Teekeller,

✧ist für Leistungsvergleiche und Wettbewerbe offen, z. B.
- Bundeswettbewerb Politische Bildung,
- Bundeswettbewerb „Jugend forscht“,
- Bundeswettbewerb Fremdsprachen,
- Planspiel Börse,
- Mathematikwettbewerb „Käguru“ und
- Mathematik-, Physik- und Chemieolympiaden,

✧verteilt Aufgaben auf viele Personen,
✧legt Wert auf Sauberkeit, Pünktlichkeit und achtet auf den sorgsamen Umgang mit dem Mobilar,
✧ist auf Imagepflege und Außenaktivitäten bedacht,
✧ist materiell sehr gut ausgestattet,
✧ist daran interessiert, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in die Schule zu holen.

Schwächen:
- mittelmäßige Organisation,
- wenig offen für Fremdbeurteilung,
- Schüler gehen teils/teils gern in unsere Schule und haben teils/teils Vertrauen zu ihren Lehrern.
- Die Lehrer beschäftigen sich zu wenig mit den Alltagsproblemen der Schüler/innen.

Zu b) Visitationsbericht
Vorbemerkungen

Wertungskategorien Bezeichnungen Bandbreiten
4 stark ausgeprägt 3,5 < gMW ≤ 4
3 eher stark ausgeprägt 2,75 ≤ gMW ≤ 3,5
2 Schwach ausgeprägt 1,75 ≤ gMW < 2,75
1 nicht ausgeprägt 1 ≤ gMW < 1,75

Qualitätsprofil der Schule

Bereich 1: Ergebnisse der Schule Wertung

1. Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler
2. Bildungsweg und Schulabschlüsse
3. Zufriedenheit der Schülerinnen und Schüler, der Eltern sowie der Lehrerinnen und Lehrer 3

Bereich 2: Lehren und Lernen – Unterricht
4.
Die Schule verfügt über schuleigene Lehrpläne mit abgestimmten Zielen und Inhalten. 3
5. Der Unterricht ist zweckmäßig organisiert, die Lehr- und Lernzeit wird intensiv genutzt. 3
6. Die Lehrerinnen und Lehrer unterstützen im Unterricht einen aktiven Lernprozess der Schülerinnen und Schüler. 3
7. Das unterrichtliche Vorgehen der Lehrerinnen und Lehrer ist Grundlage für einen zielgerichteten Lernprozess. 3
8. Das pädagogische Verhalten der Lehrerinnen und Lehrer bildet die Grundlage für ein förderliches Klassen- und
Arbeitsklima. 3
9. Die Schule arbeitet mit einem transparenten Konzept für Leistungsanforderungen und -kontrollen. 3
10. Die Schule unterstützt und fördert die Schülerinnen und Schüler im Lernprozess. 2

Bereich 3: Schulkultur
11.
Die Schule ermöglicht eine aktive Beteiligung der Schülerinnen und Schüler und Eltern am Schulleben. 3
12. Die Schule kooperiert verbindlich mit anderen Schulen und außerschulischen Partnern. 4

Bereich 4: Führung und Schulmanagement
13.
Die Schulleiterin/der Schulleiter stärkt die Schulgemeinschaft durch eigenes Vorbild und zeigt Führungsverantwortung. 4
14. Die Schulleitung unterstützt und sichert den Aufbau eines funktionsfähigen Qualitätsmanagements. 2
15. Die Schulleitung plant die Maßnahmen zur Unterrichtsorganisation effektiv und transparent für die Beteiligten. 4

Bereich 5: Professionalität der Lehrkräfte
16.
Die Schule stärkt die Professionalität der Lehrerinnen und Lehrer und fördert die Teamentwicklung im Kollegium. 3

Bereich 6: Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung
17.
Die Schule arbeitet nach einem Schulprogramm, das gemeinsam erarbeitet wurde und die festgelegten Produkt- und
Prozesskriterien erfüllt. 3
18. Die Lehrkräfte, die zuständigen Gremien der Schule und die Schulleitung ergreifen Maßnahmen, um die Qualität des
Unterrichts zu sichern und erforderlichenfalls zu verbessern. 2

Stärken der Schul- und Unterrichtsqualität
Am Gubener Pestalozzi-Gymnasium existiert sowohl bei Schülerinnen und Schülern als auch bei Lehrkräften und Eltern eine allgemeine Zufriedenheit mit der Schule. Eine wesentliche Grundlage sieht das Visitationsteam sowohl in der zweckmäßigen Organisation der Unterrichtszeit als auch im pädagogischen Verhalten der Lehrerinnen und Lehrer, die das Lernklima in den Klassen positiv fördern. Durch eindeutige schülerverständliche Formulierungen, eine hohe Anschaulichkeit und praxisbezogene Aufgabenstellungen gelingt es den Lehrkräften, die Schülerinnen und Schüler aktiv am Unterrichtsgeschehen zu beteiligen. Für die Leistungsbewertung arbeitet die Schule mit einem transparenten Konzept der Leistungsanforderungen und -kontrollen. Diese Grundsätze und alle weiteren Informationen, die zur Entwicklung der Schule Auskunft geben, werden in der Schulöffentlichkeit und in den Mitwirkungsgremien bekannt gemacht. Damit wird allen Personengruppen die Möglichkeit gegeben sich aktiv am Schulleben zu beteiligen. Darüber hinaus identifizieren sich alle Gruppen durch gemeinsam organisierte Veranstaltungen und Höhepunkte im Schuljahr mit ihrer Schule.
Zu den Stärken des Gymnasiums in Guben zählt darüber hinaus die regelmäßige Kooperation mit den regionalen Grundschulen und den zahlreichen Kooperationspartnern. Dadurch können Informationen und Erfahrungen auf breiter Ebene ausgetauscht und den Schülerinnen und Schülern die „Übergänge“ erleichtert werden. Eine wesentliche Basis für die weitere erfolgreiche schulische Entwicklung und das Erreichen künftiger Ziele stellt aus der Sicht des Visitationsteams das Schulprogramm dar. In diesem wurden pädagogisch-fachliche Überlegungen zusammengefasst, auf deren Grundlage eine zielgerichtete Weiterarbeit möglich ist. Die Führungsverantwortung für diese Entwicklung wird durch Frau Winter vorbildlich wahrgenommen. Ihr Leitungshandeln ist durch Präsenz in der Schule, grundsätzliche Gesprächsbereitschaft und Offenheit gegenüber neuen Ideen zur weiteren Verbesserung der Unterrichts- und Schulqualität gekennzeichnet.

Schwächen der Schul- und Unterrichtsqualität
Die Lehrkräfte des Pestalozzi-Gymnasiums in Guben haben noch kein abgestimmtes Verständnis von der an ihrer Schule angestrebten Unterrichtskultur entwickelt. Beispielhaften Unterrichtsstunden mit großer Methodenvielfalt standen Lernsituationen gegenüber, in denen grundlegende didaktische und methodische Prozesse nicht erkennbar waren. Darüber hinaus werden im Unterricht des Gubener Gymnasiums die Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler zu wenig berücksichtigt, so dass sich ein Ungleichgewicht zwischen der Förderung Leistungsschwacher und der Forderung Leistungsstarker ergibt. Einen Grund für dieses Problem sieht das Visitationsteams u. a. in der nicht systematisch ausgeprägten Hospitationskultur seitens der Schulleitung und des Kollegiums. Dadurch werden der Erfahrungsaustausch und die damit verbundene Möglichkeit der Übernahme von erfolgreichem methodisch-didaktischen Vorgehen durch die Lehrkräfte behindert.
Eine interne Evaluationskultur, um qualitative Veränderungen der Lernkultur und Unterrichtsarbeit fassbar und diskutierbar zu machen, ist am Pestalozzi-Gymnasium nur in Ansätzen vorhanden. Des Weiteren sind Schüler- und Elternfeedbacks noch nicht in dem Maße in den Schulalltag integriert, um daraus gezielte Maßnahmen zur weiteren Entwicklung der Unterrichts- und Erziehungsarbeit ableiten zu können.

Beschreibung des Schulumfeldes
Wir begreifen uns als Schule in einer Stadt im Herzen Europas, an der Grenze zwischen Polen und Deutschland. Wir leben das Zusammenwachsen mit Polen in der Doppelstadt Guben/Gubin. Die Pestalozzischule ist mit unserer Heimatstadt und deren wechselvoller Geschichte auf das Engste verbunden. 1902 als Volksschule V eröffnet, beherbergt sie seit 1991 das Pestalozzi – Gymnasium. 1….. erfolgreiche Absolventen haben seitdem die Schule verlassen.
Der gesamte Schulkomplex wurde 2000/01 umfangreich rekonstruiert und reiht sich ein in das neue Ensemble der Gubener Altstadt.
Blickt man in Richtung Osten aus den Fenstern der Aula, sieht man das Gebäude, das Bibliothek, Musikschule, Rathaus und Hut- und Industriemuseum beherbergt, und umgekehrt kann man aus den Fenstern der Stadtbibliothek unsere Schule sehen. Der Blickkontakt alleine ist es nicht, nein:
Gymnasiasten prägen das Bild in der Musikschule mit, Gymnasiasten und deren Lehrer arbeiten intensiv in und mit der Bibliothek und dem Hut – und Industriemuseum zusammen. Mit dem neuen Gubener Stadtzentrum haben sich auch unsere Lernbedingungen verbessert. In 10 Minuten erreicht man zu Fuß das Stadtzentrum, in 15 Minuten die Grenzbrücke, den Bahnhof oder das Naemi – Wilke - Stift. In 5 Minuten erreicht man das Freischwimmbad. Vor der Schule befinden sich Bushaltestellen, die von allen Stadt- und Fernlinien angefahren werden. So kommt man in ca. einer Stunde nach Cottbus. Züge fahren stündlich nach Cottbus bzw. Frankfurt/Oder mit Anschlüssen nach Berlin und Dresden.

Aussagen zu den sozialen Bedingungen und Lernausgangslagen der Schüler/innen
In Guben liegt die Arbeitslosenquote bei ca. 20 %. Väter und Mütter unserer Schüler/innen arbeiten z. T. außerhalb von Guben, sehen die Kinder oft nur an Wochenenden. Etwa die Hälfte der Schüler/innen wird nur von einem Elternteil erzogen.
Der Durchschnittsverdienst liegt unter dem Bundesdurchschnitt. In jeder Klasse bzw. jedem Kurs sind etwa 5 Schüler, die aus Hartz IV – Familien kommen.
Die Schicht der Intelligenz bzw. des Bildungsbürgertums reduzierte sich nach 1990 drastisch. Der Altersdurchschnitt der Gubener Bürger ist relativ hoch. Die Mehrzahl der Abiturienten kehrte nach dem Studium oder der Ausbildung nicht nach Guben zurück.
Unsere Schüler/innen kommen aus den 3 Gubener Grundschulen und den Grundschulen des Gubener Umlandes bis Groß-Gastrose, Jänschwalde, Peitz und Grano. Während wir in den 90er Jahren ca. 180 Anmeldungen hatten, kommen heute ca. 60 Anmeldungen. Schüler/innen mit Konzentrationsschwächen sind keine Seltenheit mehr. Probleme in den Familien der Schüler/innen (z. B. Trennung der Eltern) häufen sich. Das hat oft Auswirkungen auf das Leistungsverhalten und die Psyche der Kinder und Jugendlichen.

Lehrerkollegium
Der Alterdurchschnitt liegt bei 51 Jahren. Diese Konstellation stellt ein großes Problem dar.
Das Kollegium zeichnet sich durch eine hohe Konstanz und Einsatzbereitschaft aus. Fast alle Lehrer/innen sind seit Jahren Teilzeitbeschäftigte, um so vor einer Versetzung geschützt zu sein. 26 Studienräte und 10 Sek. I – Lehrer/innen erteilen den Fachunterricht. Mehr als 30 Lehrer/innen absolvierten in den letzten Jahren Fernstudien, um ein 3. Fach unterrichten oder den bundesdeutschen Abschluss für die Laufbahn des Studienrates erreichen zu können.

Leitbild
„Lernen mit Kopf, Herz und Hand“

Das Pestalozzi-Gymnasium Guben ist eine traditionsreiche Schule unserer Stadt. Im Jahre 1902 als Volksschule V gegründet, hat es sich den Erfordernissen einer sich kontinuierlich verändernden Gesellschaft geöffnet.
Der Namensgeber unserer Schule, Johann Heinrich Pestalozzi (1746 – 1827) war ein Mann, dessen Denkweise durch humanistische Ideale geprägt war. Sein Leitsatz: „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“ zeigt die Ganzheitlichkeit des Lernens auf. Durch Anschauung, Nähe, Individualität und Realität sollen die Kinder und Jugendlichen auf ihr eigenes Leben mit Unterstützung von Lehrerinnen und Lehrern, Eltern und allen an Schule Beteiligten vorbereitet werden.
Diesen Ansprüchen an eine kindgerechte Bildung und Erziehung fühlen wir uns auch in der heutigen Zeit verpflichtet und wollen die Grundprinzipien des „Urvaters“ einer modernen kindgerechten Pädagogik zum Maßstab unseres Handelns machen.

Unser Ziel ist es, die Fähigkeiten unserer Schülerinnen und Schüler zu fördern, indem wir sie als Ganzes in der Einheit ihrer Person wahr- und annehmen und in ihrem eigenen Tun unterstützen.

Leitlinien:
1. Wir sind eine Schule, bei der die Entwicklung und Stärkung der Schülerpersönlichkeit im Mittelpunkt steht.
2. Wir sind eine Schule, bei der traditionelle Werte und Zukunftsorientierung unser pädagogisches Handeln bestimmen.
3. Wir sind eine Schule, wo der Unterricht sich am Ziel der Studierfähigkeit orientiert.
4. Wir sind eine Schule, in der Leistung und Leistungsbereitschaft geweckt, gepflegt und gefördert werden und in der das eigenverantwortliche Lernen auf hohem fachlichem Niveau gestärkt wird.
5. Wir sind eine Schule, in der sich alle auf der Grundlage von Selbstverantwortung und gegenseitiger Achtung begegnen und in der Freiräume zur
Entfaltung der Persönlichkeit geschaffen werden.
6. Wir sind eine Schule, die ihre Bildungs- und Erziehungsarbeit als Beitrag zu internationaler Verständigung versteht.

1. Leitlinie:
Wir sind eine Schule, bei der die Entwicklung und Stärkung der Schülerpersönlichkeit im Mittelpunkt steht.
Leitsatz:
Das bedeutet für uns:
Wir nehmen jede individuelle Schülerpersönlichkeit an und lassen ihr Raum auf der Grundlage gegenseitiger Achtung in der Schulgemeinschaft. Entwicklungsschwerpunkte:
Dies erreichen wir durch:
✧Stärkung des Selbstbewusstseins durch Förderung der individuellen Fähigkeiten,
✧Methodenvielfalt und differenzierte Aufgabenstellungen zur optimalen Nutzung der Entwicklungspotenziale,
✧Möglichkeiten der Mitgestaltung des Schullebens durch Schülerinnen und Schüler,
✧Bereitschaft der Lehrkräfte, den Schüler/innen begleitend und jederzeit bei schulischen und außerschulischen Situationen als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen und
✧Optimierung von Kommunikationsprozessen durch gezielten Einsatz von Lob und Kritik.

2. Leitlinie:
Wir sind eine Schule, bei der traditionelle Werte und Zukunftsorientierung unser pädagogisches Handeln bestimmen.
Leitsatz:
Das bedeutet für uns:
Wir setzen uns auf der Grundlage der Werte, die den europäischen Humanismus begründen, also der Gleichheit, der Freiheit und der Achtung vor der Vernunft, mit gesellschaftlichen Veränderungen und zukünftigen Herausforderungen auseinander und berücksichtigen sie in unserer Arbeit. Entwicklungsschwerpunkte:
Dies erreichen wir durch:
✧ein Schulleben, in dem kulturelle und gesellschaftliche Werte in Schulnormen konkretisiert und verantwortlich erlebbar gemacht werden,
✧respektvollen und vertrauensvollen Umgang aller Mitglieder unserer Schule,
✧die Förderung der Fähigkeit, Konflikte rational zu lösen, Zivilcourage zu zeigen und ein Klima von Offenheit und Ordnung zu schaffen,
✧Begegnung und Auseinandersetzung mit politischen, geschichtlichen und wissenschaftlichen Themen sowohl im Unterricht als auch bei außerschulischen
Veranstaltungen und
✧Einblicke in die Studien-, Berufs- und Arbeitswelt im Unterricht und außerhalb der Schule.

3. Leitlinie:
Wir sind eine Schule, in der sich der Unterricht am Ziel der Studierfähigkeit orientiert.
Leitsatz:
Das bedeutet für uns:
Wir erwarten von Lehrer/innen und Schüler/innen Aufgeschlossenheit und die Bereitschaft, sich für einen Lernerfolg gemeinsam anzustrengen. Entwicklungsschwerpunkte:
Dies erreichen wir durch:
✧Vermittlung von Fachwissen mit der Qualifizierung der Schüler/innen zum eigenverantwortlichen Lernen,
✧Entwicklung von Selbstständigkeit, Leistungsbereitschaft, Durchhaltevermögen und Freude am Lernen und Entdecken,
✧Fördern und Fordern analytischen und abstrahierenden Denkens,
✧Einüben fachspezifischer Methodik und eines kritischen und konstruktiven Umgangs mit Medien und neuen Technologien und
✧Zusammenarbeit mit Eltern und teamorientierte Zusammenarbeit innerhalb des Kollegiums.

4. Leitlinie:
Wir sind eine Schule, in der Leistung und Leistungsbereitschaft geweckt, gepflegt und gefördert werden und in der das eigenverantwortliche
Lernen auf hohem fachlichem Niveau gestärkt wird.
Leitsatz:
Das bedeutet für uns:
Wir verfolgen gleichermaßen die Prinzipien des Forderns und Förderns. Unsere Schüler/innen sollen erfahren, dass Lernen nicht nur Mühe sondern auch Freude macht. Wir wollen Schüler/innen unterstützen, ihre individuellen Begabungen und Stärken zu entwickeln und dabei sich selbst und die eigene Arbeit sinnvoll zu organisieren, damit sie die Freiräume für selbstständiges Handeln nutzen können. Entwicklungsschwerpunkte:
Dies erreichen wir durch:
✧besondere Verantwortung der Lehrkräfte für ein gemeinsames erfolgreiches Lernen und Arbeiten,
✧fachliche und methodische Fortbildungen für Lehrkräfte und Eltern,
✧faire und transparente Leistungsbeurteilung,
✧teamorientiertes ächerübergreifendes Arbeiten innerhalb des Kollegiums und
✧Angebote, um Interessenschwerpunkte zu fördern und Probleme im schulischen Alltag zu bewältigen.

5. Leitlinie:
Wir sind eine Schule, in der sich alle auf der Grundlage von Selbstverantwortung und gegenseitiger Achtung begegnen und Freiräume zur
Entfaltung der Persönlichkeit geschaffen werden.
Leitsatz:
Das bedeutet für uns:
Wir legen Wert auf ein verantwortliches Verhalten im Umgang mit Mitmenschen auf der Grundlage von Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz. Entwicklungsschwerpunkte:
Dies erreichen wir durch:
✧Förderung der Klassen- und Kursgemeinschaften und das Vermitteln von Konfliktlösungsstrategien,
✧Erziehung zum selbstverantwortlichen Handeln im Schulalltag,
✧Förderung des persönlichen Engagements, das die Schüler/innen befähigt, in der Zukunft gesellschaftliche Mitverantwortung zu tragen,
✧Entwicklung aller Formen der schulischen Demokratie und
✧eine Schulkultur, die Freude und Identifizierung mit dem Pestalozzi-Gymnasium einschließt.

6. Leitlinie:
Wir sind eine Schule, die ihre Bildungs- und Erziehungsarbeit als Beitrag zu internationaler Verständigung versteht.
Leitsatz:
Das bedeutet für uns:
Wir halten es für notwendig, in unserer globalisierten Gesellschaft die Fähigkeit der Schüler/innen zu stärken, mit anderen Menschen – auch über die Grenzen der eigenen Sprache hinweg - zu kommunizieren und zusammen zu arbeiten. Deshalb wollen wir diese Kompetenzen auf verschiedenen Ebenen innerhalb und außerhalb des Unterrichts fördern.
Besondere Bedeutung haben dabei für uns das Deutsch-Polnische Schulprojekt und die Verbindungen mit Schulen im Ausland und außerschulischen Partnern.
Entwicklungsschwerpunkte:
Dies erreichen wir durch:
✧Erziehung zu Toleranz und Mitmenschlichkeit, indem wir unseren Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ mit Leben erfüllen und
interkulturelles Lernen integraler Bestandteil des Schulalltags ist,
✧Vertiefung der Kontakte zu unseren Partnerschulen
✧Bereitstellung eines breit gefächerten Fremdsprachenangebotes unter Nutzung von Kooperationspartnern innerhalb und
außerhalb des Unterrichts und vielfältigen Medieneinsatz,
✧Sensibilisierung für globale Probleme durch fächerübergreifendes Arbeiten im Unterricht und in Projekten und
✧persönliche Schülerpartnerschaften im Deutsch-Polnischen Schulprojekt und für unsere Gast- und Austauschschüler.


Entwicklungsschwerpunkte
Teilziele
Bereiche (Auswahl) und Beispiele:
Unterrichtsqualität

- Programme, um Probleme beim Übergang Grundschule - Gymnasium und Sek I – GOST zu bewältigen
- Nutzung der Stundentafel für fächerübergreifendes Lernen
- Förderung neuer Lern- und Arbeitstechniken
- individuelle Lernpläne zur gezielten Förderung

Erhöhung der Professionalität der Lehrkräfte
- schuleigenes Fortbildungskonzept
- schuleigenes Teamkonzept
- Unterstützungs- und Entlastungskonzept

Schulmanagement
- stundenplantechnische Gestaltung zur Durchführung von Maßnahmen
- effektiver Informationsfluss im Kollegium
- Verwendung des Schulbudgets
- Zustand der Schule (z.B. Gestaltung, Angebote, Zufriedenheit)

außerunterrichtliche schulische Aktivitäten
- Förderangebote, Hausaufgabenhilfe
- Ausstellungen außerhalb der Schule über Aktivitäten der Schüler/innen
- öffentliche Veranstaltungen, z.B. gemeinsam mit Partnerschulen oder zu Gedenk- und Feiertagen

Elternzusammenarbeit
- Planung und Umsetzung der regelmäßigen Information
- Einbindung der Eltern in gezielte Maßnahmen

Öffnung von Schule
- Fortführung des Deutsch – Polnischen Schulprojektes
- Kooperationsvereinbarungen, z.B. zur Berufs- und Studienorientierung
- Engagement im Umfeld

Arbeitsplan und schulinterne Evaluation
Seit August 2006 arbeiten Teams in der Schule, zu denen jeweils Lehrer/innen, Eltern und Schüler/innen gehören.
Die Arbeit der Steuergruppe lief bis März 2007 eher losgelöst von diesen Teams. Eine Koordinierung der gesamten Arbeit, inbegriffen die Erarbeitung eines Konzeptes für das Deutsch-Polnische Schulprojekt, gelang erst seit Januar 2007.
Das Ergebnis dessen liegt mit dem bisherigen Schulprogramm vor.
In der Zeit vom 22.-24.08.07 wird in den Teams der Arbeitsplan für das Schuljahr 2007/08 erstellt. Die Steuergruppe hat entsprechende Vorarbeit geleistet, s. „Teilziel / Maßnahmekatalog“ .
Alle im Maßnahmekatalog bisher an gedachten und geplanten Vorhaben betreffen alle Schüler/innen, deutsche und polnische gleichermaßen. Die Seiten 28 bis 36 weisen detaillierte Maßnahmen für das Deutsch – Polnische Schulprojekt aus.
Aus dem Maßnahmekatalog ergeben sich die Schritte der internen Evaluation.

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