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Neues aus dem Schulalltag

Schulfest zum Ausklang des Schuljahres 2016/17

Schulfest 2017

Wie jedes Jahr war der vorletzte Schultag der Schüler am Pestalozzi-Gymnasium Guben kein gewöhnlicher Unterrichtstag. Statt Sitzen in warmen Unterrichtsräumen war Action angesagt. Beim diesjährigen Schulfest am 18.07.17 konnten alle 10 Klassen der Jahrgangstufen 7 bis 10 ihr Wissen, Können und Teamwork unter Beweis stellen. Bei sonnigem Wetter trafen sich gegen acht Uhr alle Schüler und wurden mit der Band Rockin´ Äppels begrüßt. Die Schulleiterin Frau Kletzke ehrte die besten Gymnasiasten, die das Schuljahr mit einem Durchschnitt besser als 1,5 abschlossen. In diesem Jahr konnten 26 Schüler diese Auszeichnung erhalten. Außerdem wurden drei Lehrerinnen verabschiedet, die zum neuen Schuljahr an andere Schulen wechseln. Danach begann das lang ersehnte Schulfest, bei dem alle Klassen zehn Stationen absolvieren mussten. Es wechselten sich theoretische Stationen, bei denen beispielsweise Länder oder Städte anhand von Skylines oder Flaggen erraten werden mussten, mit sportlich-praktischen Stationen ab, bei denen ein Parcours überwunden werden sollte, während ein Ball balanciert wurde. Weiterhin testeten einige Stationen die Stärken Einzelner, z.B. beim Erraten von aktuellen Hits, die allerdings rückwärts abgespielt wurden, und andere benötigten die Unterstützung der gesamten Klasse, wie auch beim Laufen als Schlange mit Luftballons zwischen den Schülern, die den Boden nicht berühren und die die Schüler nicht anfassen durften. Lehrer sind doch auch nur Schüler – diese Station erlaubte es allen Schülern einmal die Zeit zurückzudrehen und Einschulungs- bzw. Kinderbilder ihrer Lehrer zu sehen und sie den entsprechenden aktuellen Bildern zuzuordnen.
Nachdem die Klassen alle Stationen durchlaufen hatten, durften sie sich mit Bratwurst, Kuchen oder Sandwiches stärken, die die Elftklässler bereitstellten. Nach kurzer Zeit stand die Klasse 10/2 als Gewinnerteam fest. Der Auswertung des Stationsbetriebes folgte die Ehrung der Gewinner bei den Wettbewerben Pangea und Big Challenge, sowie dem schuleigenen Fotowettbewerb. Zu diesem waren ab Juni die Schüler aufgerufen passende Fotos zum Thema „Ein Augenblick“ einzusenden. Sowohl die Schüler als auch die Lehrer durften aus 20 Bildern ihren Favoriten küren. Die drei besten Augenblicke wurden prämiert.
Etwa 12:30 Uhr endete das Schulfest, was die Elftklässler organisierten und als Auftakt für die Organisation ihres Abiballes nutzten.

Friederike Süß

Pestalozzi-Gymnasium lädt ein: Von Neutrinos und Erdbeeren
Am Donnerstag, dem 13.07.2017 besuchte der Physiker, Emanuel Jacobi, unser wunderschönes Gymnasium und berichtete über seine Forschungsreise im Jahre 2010. Er hielt einen Vortrag in welchem er uns von seinen grandiosen und teils skurrilen Erlebnissen am südlichsten Punkt der Erde erzählte. Der genannte Vortrag trug den Titel „Von Neutrinos und Erdbeeren“. Herr Jacobi begab sich für ein ganzes Jahr lang an den wohl einsamsten Ort der Welt. Hier forschte er für das „IceCube – Projekt“, mit dem Ziel Neutrinos festzustellen. Neutrinos sind kleine Teilchen, welche beim natürlichen Beta- Minus- Zerfall oder Explosionen von Himmelskörpern entstehen. Sie umgeben uns die ganze Zeit und sie durchdringen alles. Dies erschwert natürlich das Feststellen der Neutrinos um einiges. Vielleicht stellen sie sich die Frage „Wieso am Südpol?“ Um die Neutrinos effizient nachweisen zu können brauch man eine riesiges Gebiet, welches man mit zahlreichen Sensoren bestückt. Das Gebiet welches man benötigt, sollte ein Volumen von ca. 1km³ haben und glasklar sein. Dies an der Oberfläche zu schaffen ist schier unmöglich. Wie gut, dass uns die Erde einen perfekten Ort für dieses Projekt bereitstellt. In der Antarktis schneite es tausende von Jahren und sie blieb von Umweltverschmutzung verschont. So bildete sich eine fast 3km hohe Schnee- und Eisschicht auf dem Kontinent. Inzwischen Schneit es hier nicht mehr und man kann diesen Ort hervorragend hierfür nutzen. Man schmolz für dieses Projekt fast 2km tiefe Löcher in den Boden hinein, um dort die Sensoren anzubringen. Diese sollen nun sich aufspaltende Neutrinos aufzeichnen und die Wissenschaft voranbringen. Dies dauert ja nun wahrlich kein ganzes Jahr lang, was den Forschern viel Freizeit bietet. Sie spielen nun z.B. Golf, machen Musik oder gehen in die Sauna. Für Spiel und Spaß ist also auch am Südpol gesorgt. Entertainment muss aber auch gegeben sein, da es ja 6 Monate durchgehend dunkel ist, was schnell zu Depressionen führen kann. In diesem halben Jahr ist es auch nicht möglich irgendwie neue Menschen zu treffen, da es im Winter zu schlechte Verhältnisse sind um in der Antarktis zu landen. Falls es zu Krankheiten oder Verletzungen kommen sollte kann den Forschern auch nur auf der Krankenstation am Südpol geholfen werden. Man kann nicht einfach so während dieser Zeit zurück in sein Heimatland. So bedrückend dies auch klingen mag, hat man aber auch viele schöne Erlebnisse dort. Herr Jacobi teilte uns mit, dass die wunderschönen Polarlichter und der atemberaubende Blick auf die Milchstraße die Abschottung vom Rest der Welt völlig wettmacht. Er zeigte uns unglaubliche Bilder von den Polarlichtern und süßen Pinguinen. Für ihn war es eine sehr schöne Zeit und er würde diese Reise vom Herzen her gern erneut antreten. Nun hat er aber zwei Kleine Kinder und muss erstmal für diese Sorgen. Hier noch ein abschließendes Zitat von Herrn Jacobi: „Lasse deine Träume war werden, egal wie unmöglich sie erscheinen!“

Jonas Nguyen