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Ehemalige

Wiederholt - wichtige Information zur Rückgabe beantragter Abiturprüfungsarbeiten nach 10 Jahren

Einige ehemalige SchülerInnen beantragten die Rückgabe ihrer Abiturprüfungsarbeiten nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist. Ehemalige SchülerInnen, die diesen Antrag gestellt und ihre Prüfungsarbeiten bisher noch nicht abgeholt haben, setzen sich bitte umgehend mit dem Sekretariat, wegen eines Abholtermins in Verbindung.

Für alle Anderen gilt: Die Rückgabe von Prüfungsarbeiten muss bis zum Ende der Aufbewahrungsfrist (Beginn der Sommerferien 10 Jahre nach der Prüfung) beantragt sein. Dann wird mit dem Aussortieren der Akten begonnen, was sich über das gesamte Schuljahr hinziehen kann. In diesem gesamten Schuljahr (also dem 11. nach der Prüfung) haben Sie Zeit, sich mit dem Sekretatiat in Verbindung zu setzen und einen Rückgabetermin zu vereinbaren. Sollte das nicht erfolgen, werden diese Prüfungsarbeiten vernichtet.

Lehmann - Schulsachbearbeiterin

Ehemalige Schülerin erzählt von Arbeit in Vilnius

Am 20.03.2012 hatte die Russischklasse der 9. Jahrgangsstufe des Pestalozzi-Gymnasium Guben eine überraschende Besucherin, Madeline Howorek. Sie besuchte ihre alte Schule, um den Schülern und Schülerinnen ihre Arbeit vorzustellen.

Madeline absolvierte ihr Abitur 2011 an unsere Schule und bewarb sich danach bei verschiedene soziale Organisationen im Norden und Osten Europas. Schon in ihrer Schulzeit interessierte sie sich mehr für die östlichen Länder. Deshalb verbrachte sie bereits 6 Tage in Moskau, wo sie ihre Sprachkenntnisse testen konnte. Seit Oktober 2011 absolvierte sie einen „Europäischen freiwilligen Dienst“, der über 8 Monate verläuft. In Litauens Hauptstadt Vilnius arbeitet sie in einem Tag- und Nachtzentrum mit Obdachlosen. Heutzutage ist die Amtssprache in Litauen Litauisch, doch früher sprach man auf Grund der Zeit der Sowjetunion Russisch. Da die meisten Obdachlosen älter sind, kann man gut auf Russisch mit ihnen kommunizieren. Einige dieser Obdachlosen verstehen sogar nur Russisch, weshalb Madeline dank ihrer Russischkenntnisse einen kleinen Vorteil bei ihrer Arbeit hat. In diesem Tag- und Nachtzentrum haben Obdachlose für 1 Litas (litauische Währung) einen festen Schlafplatz. Die Obdachlosenzahl lässt sich in rund zwei Drittel Männer und ein Drittel Frauen einteilen, welche in 8-Mann Zimmern Unterkunft finden. Die dort haben ein extra Gebäude zur Verfügung und sprechen alle Englisch. Viele der im Tag- und Nachtzentrum schlafenden Menschen gehen zur Arbeit, verdienen jedoch nicht genug, um sich eine eigene Wohnung leisten zu können. Auch wenn das Geld für die Miete einer Wohnung reicht, können viele die Heizkosten nicht bezahlen, da sie nicht Bestimmen können, wie viel sie heizen wollen. Einige der Obdachlosen haben aber auch Alkohol- und Drogenprobleme welche man dann aber besonders beobachten muss, da betrunkene Menschen sich nicht im Tageszentrum aufhalten dürfen. Auch schlafen ist in diesem Teil verboten und wer es dennoch tut, muss hinaus geworfen werden. Diese Arbeit in Vilnius ist für Madeline ein Schritt in die Selbstständigkeit, denn um die Wohnung muss sie sich zwar mit ihrer Mitbewohnerin selbst kümmern, aber sie weiß, dass einem die Organisation bei Problemen zur Seite steht. Auch um das Geld für den Aufenthalt muss sich Madeline keine Sorgen machen, denn die Busfahrkarte, die Essensmarke und ein Teil der Anreise werden von der Organisation bezahlt. Außerdem sind die Preise für das Essen im Restaurant oder die Fahrten mit dem Trolleybus sehr billig. Beispiel für die billige Anreise ist das richtige Busunternehmen. Mit dem richtigen Unternehmen kann eine Fahrt von Vilnius nach Berlin ca. 18€ kosten. Im Ganzen betrachtet ist so ein „Europäischer freiwilligen Dienst“ eine tolle Möglichkeit, in soziale Berufe zu schnuppern und sich selbst zu testen, denn wenn man das durchhalten möchte, braucht man vor allem Ehrgeiz, Selbstvertrauen, Durchhaltevermögen und die Fähigkeit, sich auf eine neue Situation einzustellen. Die russischen Kinder der 9. Klasse des Gymnasiums Guben wünschen Madeline in ihren letzten Monaten noch viel Freude und Erfolg.

Sophie Schemainda